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Zur Zeit werden durch unsere Mitglieder 12 brauchbare Jagdhunde geführt.

Vertreten sind die Rassen:

  • Deutsch Drahthaar (DD)
  • Deutscher Jagdterrier (DJT)
  • Deutscher Wachtelhund (DW)
  • Rauhaarteckel (RT)
  • Weimaraner (W)

es stellen sich vor:

Rauhaarteckel (RT)

Carlo vom Hahnenhof

06.06.2009

Rauhhaar_dkl.saufarben_Rüde                                                                  

BhFK 95; Sp/J; VpoSp; WaT; ESW; Schußfestigkeit; Formbewertung V          




Weimaraner (W)

Dohle vom Bronzenen Hirsch

gew.22.04.2012

VJP73 Pkt.,HZP178Pkt.,HN,Sil./Spl.,

Brauchbarkeit M/V Stufe A,B,C,E



Deutscher Jagdterrier (DJT)

Nando von der Elchschaufel

gew. 12.04.2009

Brauchbarkeit M/V Stufe E




Erfahrungsbericht:

Bandscheibenvorfall-Dackellähme

Hintergründe der Erkrankung  http://tierheilpraxis-kerpen.de/wirbelsaeule-bandscheibe.html

Carlo hatte einen Bandscheibenvorfall.

Was war geschehen?

Nach einem ausgiebigen Reviergang sollte Carlo seiner Passion zur Wasserfreudigkeit nachgehen.

Wie schon unzählige Male zuvor schnallte ich Carlo schon einige Meter vor dem Teich. Mit riesiger Freude nahm Carlo Anlauf und  sprang von der Böschung langgestreckt ins Wasser. Die Böschung ist ca. 40 cm hoch. Nach einer kleineren Schwimmrunde kam er sofort ans Ufer und wartete geduldig auf das Stöckchen, welches er dann mehrere Male abortierte. Ich bemerkte das noch nicht so auffällig, aber irgendwie doch zunehmend benommen  zog er sich aus dem Wasser. Wir brachen sofort ab, trockneten ihn und fuhren nach Hause. Er schob sich nach dem Fressen in seinen Zwinger ein, war aber noch nicht auffällig. Erst am nächsten Tag sahen wir, dass er sich nicht mehr auf den Hinterläufen halten konnte, er brach weg und fing an den rechten stärker als den linken Hinterlauf nachzuziehen. Alarmiert von diesen Symptomen suchten wir, meine Frau und ich, mit Carlo einen Tierarzt in Bützow auf. Unser  Haustierarzt war nicht erreichbar. Hier wurden wir über den sich doch sehr klar zeigenden Bandscheibenvorfall aufgeklärt. Ihm wurden  zwei Spritzen verabreicht und Schmerzmittel in Form von Tabletten. Diese schienen im ersten Moment auch recht gut anzuschlagen, aber als die Wirkung nachließ äußerte sich das gleiche Erscheinungsbild. Nach ca. einer Woche wurde er nochmals behandelt, aber sein Zustand verbesserte sich für nur noch kurze Zeit. Hinzu kam jetzt noch, dass er schmerzbedingt aggressiv wurde. Bei jedem Anfassen und Tragen äußerte er sich mit unkontrolliertem Beißen. Auch zog  er die Hinterläufe nur noch hinter sich her. Wir riefen unseren Haustierarzt, eigentlich schon mit dem Hintergedanken Carlo zu verlieren. Nach einer eingehenden Untersuchung  verabreichte er wiederum eine Spritze und die Dosis des Schmerzmittels wurde auf das mögliche Maximum angehoben. Mit dem Hinweis auf absolute Ruhe und Geduld saßen wir dann mit Carlo da, einerseits erleichtert, dass er doch noch nicht eingeschläfert wurde, andererseits mit dem Gedanken, ob wir ihn nicht doch nur quälen. Ehrlich gesagt überwiegte die Resignation. Nach intensiven Internet- Recherchen hatten wir doch auch schon von einem möglichen positiven Ausgang gelesen.  Als erstes gab es strikte Ruhe. Er wurde ca. 14 Tage ständig an der Leine ruhig gehalten und von A nach B getragen. Zwischendurch haben wir immer vorsichtig angefangen mit Schwimmübungen im extra gekauften Pool, Stehübungen bis hin zu intensiven Massagen. Trotzdem war der zunehmende  Abbau der Muskeln zu sehen, aber wir versuchten doch  entgegenzuwirken.

Viele werden sich schon Fragen, warum nicht operieren? Hierfür waren aber  die Aussagen der Tierärzte für mich nicht überzeugend genug.

Freunde, die Carlo in diesem Zustand sahen, waren tief betroffen, kannten sie ihn nur als ausgelassen freundlichen Hund.

Einen positiver Aspekt war, dass Carlo trotz der absoluten Lähme beider Hinterläufe das Lösen und Nässen unter Kontrolle hatte. Nach fünf Wochen ohne nennenswerte Besserung  saß ich in mich gekehrt  einen schönen warmen Nachmittag nach dem Baden und der Massage ca. 1 Stunden bei meinem Hund und beobachtete ihn einfach. Hierbei viel mir eine von ihm nicht beeinflusste Art kleiner Welle auf, die sich über seinen Rücken zog und mit einem leichten Zucken im linken Lauf endete. Dieses wiederholte sich einige Male.  Am nächsten Morgen, ich stand noch unter der Dusche, da kam meine Frau aufgeregt herein und rief: Carlo hätte sie leicht schwanzwedelnd auf dem hinteren linken Hinterlauf stehend begrüßt. Es war noch sehr wackelig, aber er stand.  Die Freude war riesig. Trotz aller Zweifel intensivierten wir nochmals die Bemühungen um die physiotherapeutischen Maßnahmen. Nach weiteren 2 Wochen steht Carlo wieder auf beiden Hinterläufen und kann auch wieder vorsichtig laufen. Die Motorik hat wieder eingesetzt.

Die Kunst besteht jetzt darin, den wiederbelebten Tatendrang zu bremsen, um nicht durch übereifrige Bewegungen diesen sehr erfreulichen Gesundheitszustand zu gefährden.

Ich möchte mit diesem kleinen Bericht allen Teckel- Freunden, die ein ähnliches Schicksal teilen, oder noch erleben werden Mut machen, nicht zu früh die Hoffnung aufzugeben.  

Weidmannsheil

Andreas Kahnert